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Luftgekühlte 11er schnupperten belgische Luft in den Ardennen

13 Teams hatten sich für die von Agnes und Gaby ausgearbeitete Wochenendtour im Juni durch die Ardennen gemeldet und kamen voll auf Ihre Kosten.

Die ersten Gespanne (Ludger mit Karin aus Eisenach, sowie Claus und Vera aus Bochum) trafen bereits um 14 Uhr im Basislager ,,Hotel Lindenhof“ im idyllischen Bütgenbach-Weywertz ein, wo wir uns nach dem Einchecken in gemütlicher Runde auf der Terrasse zum ersten „Feierabendbier“ trafen. Gegen 19 Uhr setzten wir uns in das stilvolle Hotel-Restaurant, um uns ein köstliches Vier-Gang-Menü von Patron Alois bei interessanten ,,Benzin-Gesprächen“ schmecken zu lassen. Die Stoppuhr zeigte 22.15 Uhr an, als alle Bäuche voll waren und zufriedene Gesichter in die Runde blickten. Einige von uns machten noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durchs Dorf um nicht „zu platzen“, andere unterhielten sich weiter und tranken noch einen Absacker.

Am Samstagmorgen erschienen alle pünktlich zum herzhaften Ardenner-Frühstück . Nachdem die Roadbooks verteilt wurden und das ,,Startfoto“ mit allen Teams vor dem Hotel im Kasten war, knallten die luftgekühlten Boxer zur Ausfahrt durch eine herrliche Landschaft zum Bütgenbacher See, an dem wir kurz Halt zu einem kleinen Spaziergang durch die Botanik machten. Das war einigen zu früh, da wir noch nicht weit genug gefahren waren um die Maschinen auf Betriebstemperatur zu bringen. So ging es also weiter zum Lac de Robertville und von dort aus nach Stavelot, wo wir einen Stadtrundgang machten und unsere erste Pause mit einem leckeren Snack in einem Straßencafé genossen. Um 14 Uhr konnte unsere Truppe dann auf den Museums-Innenhof fahren, die Boliden dort abstellen und zur Besichtigung des Kloster-Museums starten. In den Katakomben des Klosters war eine sagenhafte Rennwagen-Ausstellung aus verschiedenen Epochen zu besichtigen. Natürlich mit diversen Porsche, darunter einen klassischen 917 in Gulf-Lackierung. Einfach toll.

Gegen 15.30 Uhr fuhren wir bei schönem Wetter zu den Wasserfällen von Coo, wo auch ein Vergnügungs-Park und mehrere Biergärten beheimatet sind. Einige von unseren Damen wollten auf die Achterbahn. Lauren, die jüngste (12 Jahre), sowie Vera, Irene und meine bessere Hälfte auch. Somit war mein Urteil gesprochen und ich mußte mit auf die wilde Maus. Mein Mut wurde immer weniger je näher wir dem Start kamen, aber unsere älteste Teilnehmerin tröstete mich, daß schon nichts schief gehen wird und benahm sich so flockig wie unsere Jüngste. Somit hatte ich keine Möglichkeit mich zu „verdrücken“ und letztendlich hat es dann allen viel Spaß bereitet. Danach reichte der Mut noch für eine Fahrt mit der Wildwasser Bahn. Mein lieber Scholli…..

Als wir zum Basislager ,,Hotel Lindenhof“ zurück fuhren, musste ich aufpassen, dass ich nicht die ersten Minuten im Kreis fuhr. Nach einem Appetitanreger (flüssig und fest) auf der sonnigen Hotel-Terrasse gingen wir zum Abendessen und ließen so den Tag wiedermal schmackhaft ausklingen. Einige von uns wollten aber noch im Salon etwas trinken und so saßen wir mit neun Club Mitgliedern zusammen, schwatzten munter drauf los, bis mir eine spontane Idee (oh Wunder!) kam und ich um Ruhe bat.

,,Was haltet Ihr davon, wenn wir im nächsten Jahr eine ALPEN-TOUR machen würden?“ Ich hatte noch nicht ganz zu Ende gesprochen, da kam schon von allen Anwesenden eine Zusage. Mir blieb fast vor Staunen der Mund offen stehen. Es ging auch gleich ab: wer was organisiert, undsoweiterundsofort…….. Leicht angeheitert machten wir uns gegen Mitternacht in die Schlafgemächer fort.

Am nächsten Morgen beim Frühstück kamen mir Bedenken wegen unseres allgemeinen „angeheiterten“ Zustands am Vorabend. Als ich in die Runde fragte, ob die Alpen-Ausfahrt wirklich gewünscht wird, musste ich zu meiner Überraschung feststellen, daß sich elf Teams spontan meldeten, um an dieser Reise teilzunehmen. Dafür haben wir eine Woche als Zeitrahmen verabredet. Fazit für diesmal: Es war eine gelungene Ausfahrt in Belgien mit viel Spaß und Freude am Fahren.

Text: Karl-Wilhelm Göbel, Fotos: Ludger Konopka

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